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Pressespiegel


Hier finden Sie immer die neueste Pressemitteilung des kfd-Bundesverbandes:
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Presse-Statement Prof’in Dr. Agnes Wuckelt, stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende Zum Interview des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Bischof Dr. Georg Bätzing im Deutschlandfunk
Düsseldorf, 18. September 2020. „Wir als Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands freuen uns, dass Bischof Bätzing so klare Worte findet. Damit bewegt sich unser jahrzehntelanges Engagement für den Diakonat der Frau nun endlich in die richtige Richtung! Auch im Hinblick auf den Synodalen Weg ist das ein entscheidendes Zeichen. Wir fordern die Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche schon sehr lange. Das kann aber nur der Anfang sein. Wir nehmen Bischof Bätzing beim Wort, dass die Frage nach Frauen in Weiheämtern für ihn noch nicht abgeschlossen ist.
Wir fordern an dieser Stelle auch Kardinal Woelki, der sich so vehement gegen Neuerungen ausspricht, auf, sich der Diskussion nicht zu verweigern. Im Synodalen Weg soll gleichberechtigt miteinander gesprochen werden. Er ist herzlich eingeladen, sich mit uns auf Augenhöhe auszutauschen – und wir wünschen uns das auch.“
„Frau und Mutter“ hat jetzt einen Namen: Junia
kfd-Bundesversammlung stimmt für Antrag auf Namensänderung ihrer Mitgliederzeitschrift – Erscheinungsweise ab 2021 alle zwei Monate
Mainz, 19. September 2020. Einstimmig hat die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) am Samstag auf ihrer Bundesversammlung in Mainz einem Antrag auf Änderung des Namens ihrer Mitgliederzeitschrift zugestimmt. Ab dem kommenden Jahr wird die Publikation „Frau und Mutter“, die alle Mitglieder des Verbandes elf Mal jährlich erhalten, in „Junia“ umbenannt.

„Frau und Mutter hat jetzt einen Namen“, freut sich Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende und Herausgeberin, „wir gehen mit ‚Junia‘ in die Zukunft und nehmen diesen Slogan selbstbewusst und gerne mit! Er symbolisiert die klare Verbindung von Tradition und Moderne.“

Der Änderung des Titels der 103-jährigen Zeitschrift war eine intensive Gremienarbeit vorhergegangen. Prof’in Dr. Agnes Wuckelt, stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende und Leiterin der Arbeitsgruppe, die sich mit der Namensänderung befasste, betont, wie wichtig der Austausch gewesen sei: „Uns allen war stets bewusst, dass wir mit einer ganz besonderen – ja für die kfd historisch bedeutsamen – Aufgabe betraut waren. Eine Aufgabe, deren Ergebnis von großer Tragweite ist für alle Mitglieder. Das haben wir sehr ernst genommen.“

Der neue Name „Junia“ ist zurückzuführen auf eine Apostelin der frühen Kirche, die schon Paulus als „herausragend unter den Aposteln“ erwähnte, die aber über Jahrhunderte unsichtbar und in der katholischen Kirche zum Mann, zu „Junias“ gemacht wurde. Junia war eine der ersten verfolgten Christinnen, deren Rehabilitierung dank der Arbeit zweier Theologinnen, Elisabeth Schüssler und Bernadette Brooten, in den 1970er Jahren angestoßen wurde. Erst 2016 wurde Junia offiziell in die neue Einheitsübersetzung der Bibel aufgenommen und als Frau und Apostelin benannt. „Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion um die Zulassung von Frauen zu Ämtern und Diensten in der katholischen Kirche, kommt dieser Namensänderung natürlich noch mal eine besondere Bedeutung zu“, so Wuckelt weiter.

Chefredakteurin Jutta Laege sieht in der Namensänderung noch weitere Chancen: „Der Name Junia klingt modern und unverbraucht – und er ist dennoch zeitlos. ,Junia‘ gibt der kfd und ihren Mitstreiter*innen auch eine Stimme und ein Gesicht. Der Name hat viel Potenzial nicht nur innerverbandlich, ,Junia‘ kann für die Anliegen der Frauen Persönlichkeit und Wirkung nach außen entfalten.“

Bis zum Jahresende wird die „Frau und Mutter“ wie gewohnt erscheinen. Die letzte Ausgabe wird im Dezember 2020 den Übergang zu „Junia“ markieren, die ab 2021 in neuer Gestaltung und Form alle zwei Monate aufgelegt wird. „Das alles geschieht natürlich in tiefer Würdigung einer der traditionsreichsten Zeitschriften Deutschlands“, sagt Heil. „Wir können stolz sein auf diese lange redaktionelle Wegstrecke, die mit Namen, Geschichten und einigen Meilensteinen verbunden ist. Mit ‚Junia‘ kommt nun ein neuer und - wir sagen das voller Zuversicht - bedeutender hinzu.“

BU „kfd_Frau und Mutter_Titelseiten“: Die Namensänderung ist ein bedeutender Schritt in der über 100-jährigen Geschichte der kfd-Mitgliederzeitschrift.

BU „kfd_Frau und Mutter_Titelseiten_Historie“: „Frau und Mutter“-Titel von 1930 bis 2017: Titelseiten im Laufe der Jahrzehnte.
Pilgern für ein besseres Klima
kfd-Aktionswoche startet am Montag – kfd-Bundesvorstand geht Selbstverpflichtung ein
kfd-Mitgliedschaft nicht mit AfD-Mitgliedschaft vereinbar
kfd-Bundesversammlung setzt klares Zeichen gegen Rechtspopulismus


Mainz, 19. September 2020. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat in ihrer heutigen Bundesversammlung einstimmig beschlossen, dass eine Mitgliedschaft in der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) nicht mit einer Mitgliedschaft in der kfd vereinbar ist. Der größte katholische Frauenverband Deutschlands positioniert sich damit klar gegen Rechtspopulismus, Rassismus und überholte Geschlechterrollen. „Mit dem heutigen Beschluss zeigen wir, dass wir für eine vielfältige, offene und geschlechtergerechte Gesellschaft stehen und uns klar gegen populistische Tendenzen von rechts einsetzen“, sagt Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende. „Die Positionen der kfd stehen konträr zu denen der AfD.“

Die AfD grenze sich nicht klar gegen Rechtsextremismus ab, so Heil. Die kfd hingegen setzt sich in ihrer Arbeit für interkulturellen und interreligiösen Dialog ein und versteht sich als aktiver Teil der deutschen Zivilgesellschaft, der die Demokratie stärkt und friedliches Miteinander fördert.

Während die kfd sich für eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen einsetzt – und somit für eine gleiche Teilhabe von Frauen und Männern an Erwerbs- und Sorgearbeit – steht die AfD für ein veraltetes Rollenbild von Frauen und spricht sich gegen die Förderung von Aktionen aus, die eine gleiche Bezahlung von Frauen und Männern zum Ziel haben, sowie gegen Quotenregelungen in der Arbeitswelt. Mechthild Heil: „Ein solch rückständiges Frauenbild akzeptieren wir nicht und stellen uns dem klar entgegen.“

Für die kfd ist das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein zentrales Thema. Sie tritt für die Bewahrung der Schöpfung ein und setzt sich aktiv für Nachhaltigkeit ein. Die AfD hingegen fordert die Kündigung des Pariser Klimaabkommens und die Aufhebung des Klimaschutzplans der Bundesregierung. „Die AfD leugnet die Verantwortung des Menschen für den Klimawandel. Eine Position, die nicht mit unserer vereinbar ist“, sagt Mechthild Heil.

Die kfd ruft ihre Mitglieder und alle Katholik*innen auf, sich auch im Hinblick auf die Bundestageswahl 2021 aktiv für die freiheitlich demokratische Grundordnung und gegen Rechtspopulismus einzusetzen. „Wir nehmen damit unsere Verantwortung als großer katholischer Frauenverband wahr und zeigen, dass christliche Werte nicht mit den Werten der AfD vereinbar sind“, so Heil.

Mit dem heutigen Beschluss reiht sich die kfd ein in das Engagement von Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und verschiedener Bischöfe, die sich klar gegen die AfD positionieren. Auch andere katholische Bundesverbände wie der Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) haben bereits Unvereinbarkeitsbeschlüsse verabschiedet.

Hinweis an die Redaktionen: Unsere Pressestelle steht Ihnen am Sonntag, 20. September 2020, von 10 bis 18 Uhr für Rückfragen zur Verfügung.
kfd übergibt “MachtMeter” an Bischof Bätzing
Machtverhältnisse in der katholischen Kirche müssen verändert werden
Fulda, 22. September 2020. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. hat heute dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Bischof Dr. Georg Bätzing in Fulda ein symbolisches „MachtMeter“ übergeben.
Das „MachtMeter“ der kfd ist ein purpurfarbener Zollstock, der den Abstand zwischen Amtskirche und den Frauen sinnbildlich verdeutlichen soll.

Im Rahmen der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz traf sich die kfd mit Bischof Bätzing zu einem Gespräch, um ihrer Forderung nach einer geschlechtergerechten Kirche erneut Ausdruck zu verleihen.

Mit dem „MachtMeter“ will die kfd deutlich machen, dass die Machtverhältnisse in der katholischen Kirche neu vermessen werden müssen. „Nach 2.000 Jahren Kirchengeschichte wird immer noch mit zweierlei Maß gemessen“, sagt Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende, „wir haben viele Meter zurückgelegt, aber wir Frauen sind noch lange nicht da, wo wir hingehören.“
Bischof Dr. Georg Bätzing entgegnete: „Wir müssen jetzt tun, was in unseren Kräften steht. Etwas anderes können wir nicht tun; und wir tun es in Verbindung mit der Weltkirche. Vor allem müssen wir den Synodalen Weg als echte Chance sehen.“

Die kfd fordert aus Anlass der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz erneut, dass sich die katholische Kirche grundlegend verändern muss. Seit Juni 2019 fordert die kfd den Zugang zu allen Diensten und Ämtern für Frauen in der katholischen Kirche. Sie beteiligt sich auch an dem im Januar 2020 gestarteten Reformprozess Synodaler Weg.
Mit dem „MachtMeter“ knüpft die kfd an die Symbolik des Purpurkreuzes an, das für die Forderung einer geschlechtergerechten Kirche steht.

Foto: kfd/Angelika Stehle

BU: Im Rahmen der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz übergab die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Bischof Dr. Georg Bätzing (Mitte) und Bischof Franz-Josef Bode (links) das „MachtMeter“.

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