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09.12.2018 Finanzielle Hilfen für die Frauenhäuser

Ein Anruf bei Anna Maria Kremer (62). Die kfd-Diözesanreferentin im Diözesanverband im Bistum Limburg spricht über die Forderung der Bundes-kfd, Frauenhäuser finanziell mehr zu unterstützen.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) begrüßt den Vorstoß der Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD), angesichts der aktuellen Gewaltstatistik Hilfseinrichtungen für Frauen auszubauen und bis 2020 über 40 Millionen Euro für Frauenhäuser einzusetzen. Halten Sie diese Forderung für richtig?
Selbstverständlich. Wir können es nicht hinnehmen, dass Frauen, die dringend Hilfe benötigen, immer noch abgewiesen werden müssen, weil die Kostenübernahme nicht geklärt ist.
In Limburg gibt es ein Frauenhaus. Unterstützt die kfd des Bistums die dort geleistete Arbeit?
Frauen des kfd-Diözesanverbands haben das Limburger Frauenhaus mitbegründet. Bis heute unterstützen kfd-Frauen und kfd-Gruppen mit Geld- und Sachspenden die Arbeit.
Durch die Gestaltung des jährlichen Gottesdienstes „Nein zu Gewalt an Frauen“ trägt die kfd des Bistums dazu bei, das Anliegen in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Kollekte des Gottesdienstes geht zur Hälfte an das Frauenhaus.
Die Situation hat sich verschärft. Viele Frauen und Kinder mit Migrationshintergrund Schutz?
Die Situation im Frauenhaus Limburg hat sich seit 2015 sehr verändert. Zu den bisherigen Frauen kommen nun Frauen hinzu, die wenig Deutsch sprechen, die keine Aufenthaltsgenehmigung oder eine Wohnsitzauflage haben.
Für die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses bedeutet das, dass sie noch mehr bürokratischen Aufwand zu bewältigen haben und noch mehr auf Spendengelder angewiesen sind.
Gewalt gegen Frauen und Kinder ist indiskutabel. Was muss gesellschaftlich geschehen, um sie zu schützen?
Wichtig ist es, Aufklärungsarbeit zu leisten: Menschen zu sensibilisieren, aufmerksam ihr Umfeld zu beobachten, wenn sich Anzeichen von häuslicher Gewalt zeigen. Menschen zu ermutigen, die richtigen Schritte einzuleiten.
Und, um echte Hilfe leisten zu können, ist es dann auch wiederum notwendig, dass die entsprechenden Mittel und Einrichtungen zur Verfügung stehen!
Fragen:
Barbara Faustmann
Der Sonntag
Ausgabe Nr. 49

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